

Palmblatten binden, Osterdekoration basteln, spannende Geschichten und Wissenswertes über Ostern erfahren - das alles bietet das spezielle Osterprogramm vom Projekt „Schule am Bauernhof" des Ländlichen Fortbildungsinstitutes an der Landwirtschaftskammer. Bäuerinnen öffnen ihre Höfe für Kinder, Jugendliche, Familien und Lehrer, um sie an ihrem Alltagsleben und Erfahrungsschatz teilhaben zu lassen.
In Zeiten, in den traditionelle Gepflogenheiten immer öfter in Vergessenheit geraten und dadurch die Wurzeln zur Heimat verlieren, ist es wichtig, traditionelle Heimatbräuche Kindern und Jugendlichen wieder näher zu bringen. Diese Chance packte die 2. Klasse der Volksschule Reichenau beim Schopf und verbrachte eine Tag unter dem Motto „Erlebe Tiroler Osterbrauchtum auf dem Bauernhof".
Die Kinder der Volksschulklasse kamen aus dem städtischen Raum. Zwölf der 23 Schüler haben Migrationshintergrund und sollen durch dieses Projekt regionales österliches Brauchtum kennen lernen und miteinander praktizieren. So wird Kindern aus anderen Kulturkreisen ermöglicht, spielerisch, Verständnis für Tiroler Brauchtum zu entwickeln. Weiters trägt diese Aktion durch das gemeinsame Binden der Palmlatten, das Decken des Tisches zur Verkostung der regionalen und selbst hergestellten Produkte und der Begegnung mit den Tieren zur Stärkung der Klassengemeinschaft bei.
„Vom Bauernhof in Mühlau zogen wir wie bei einer Palmprozession zurück zu unserer Schule. Voller Stolz hielten die Kinder die selbst gebundenen Palmbuschen in ihren Händen. Spätestens da wusste ich, dass es richtig und wichtig war, an diesem Projekt teilzunehmen und meiner Klasse damit ein Stück Brauchtum mitzugeben", erklärt Klassenlehrerin Martina Rainer.

Der Lammfleisch-Innovationspreis wird heuer erstmalig an zwei verdiente Tiroler Betriebe vergeben. Mit diesem Preis werden Einzelpersonen, aber auch Firmen und Gastronomen für ihre besonderen Verdienste um die Tiroler Schafzucht ausgezeichnet. In der Kategorie „Innovation" ging das Hotel Bergland als Sieger hervor, in der Kategorie „Lebenswerk" gewann Leo Pfurtscheller. Die Sieger der jeweiligen Kategorie wurden vom Vorstand der Tiroler Wollverwertung ausgewählt.
Das Vier-Sterne-Superior-Komfort-Hotel Bergland in Sölden konnte in der Kategorie „Innovation" ganz klar punkten. Nicht nur in der Hoteleinrichtung wird mit natürlichen Materialien rund um das Lamm, wie Schaffellen, Filzbespannungen und Schafwollteppichen gearbeitet, genauso regional geht es in der Küche mit dem Tiroler Berglamm weiter. Sigi und Elisabeth Grüner, Besitzer des Hotels Berglamm, betreiben ihre Landwirtschaft mit Leidenschaft und sind Heu-Experten für die Herde weißer Schafe. Entscheidend für die Fleischqualität, sagt Sigi Grüner, ist es, wie die Tiere ernährt werden, welche Kräuter sie auf der Wiese finden und wie das Heu getrocknet, gelagert oder weiterverarbeitet wird.
Leo Pfurtscheller, Seniorchef des Fünf-Sterne-Hotels Jagdhof in Neustift, wurde für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Seit 25 Jahren befassen sich Leo und Margret Pfurtscheller intensiv mit der Lämmervermarktung. Neben seinen eigenen Lämmern, vermarktet er auch jene seiner Züchterkollegen und kommt so auf Hunderte Lämmer jedes Jahr. Sein Engagement reicht über den eigenen Betrieb, indem er auf Ausstattungsdetails wie Schafwollteppiche und Felle großen Wert legt, weit hinaus. Er unterstützt den Tiroler Schafzuchtverband in vielen Bereichen, neben Sponsoring von Großveranstaltungen wie die Landesausstellung oder die Interalpin, gewinnt er immer wieder neue Unterstützer für die Tiroler Schaftzucht und ihre Anliegen.
„Schaf- und Ziegenprodukte sind längst keine Randerscheinungen auf der Speisekarte mehr. Die Möglichkeiten der Fleischzubereitung sind vielfältig wie nie zuvor und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit", erklärt LH-Stv. Anton Steixner, und weiter: „Auch bei den Käsesorten findet sich etwas für jeden Gaumen. Gerade in Tirol finden wir eine Vielfalt an lokalen Spezialitäten, die die bodenständige Wirtshauskultur unterstreichen. Es sind gerade die hochwertigen heimischen Produkte unserer Bäuerinnen und Bauern, die sowohl die Tiroler Gastronomie als auch unsere Gäste besonders schätzen."
„Schaf- und Ziegenfleischprodukte isst man nicht jeden Tag, sie werden immer mehr zum „Genuss für besondere Tage". Wir sehen die Zeichen der Zeit und geben dem Markt das, wonach er verlangt. Die Marktchancen für unsere Bauern sind sehr gut, die Nachfrage nach Qualitäts-Schaf- und Ziegenprodukten ist größer denn je", erklärt LK-Präsident Josef Hechenberger und weiter: „80 Prozent unserer Bäuerinnen und Bauern sind im Zuerwerb tätig. Die Schafhaltung ist also die optimale Produktionsalternative. Das erkennen auch immer mehr Tiroler Bauern. Ziel ist es, mit gezielten Marketingschwerpunkten die Vermarktung zu forcieren und, je nach jahreszeitlichem Angebot, die entsprechenden Spezialitäten besonders zu bewerben."

Es war ein feierlicher Tag, den die Tiroler Bäuerinnenorganisation vergangenen Sonntag im Stift Fiecht bei Schwaz anlässlich ihres 50-jährigen Jubiläums beging. Die Bäuerinnen dankten mit einem Festgottesdienst ihren Funktionärinnen für alles, was in diesen fünfzig Jahren zu ihrem Wohle verwirklicht wurde. Neben mehr Mitspracherecht in der Interessenvertretung, wurde mit der Gründung der Tiroler Bäuerinnenorganisation ein wichtiges Netzwerk für den Ländlichen Raum aufgebaut. Der Festgottesdienst sollte Anlass sein, inne zu halten und, neben Arbeit und wirtschaftlichen Druck, auch den Feierabend in den Mittelpunkt zu rücken.
In ihren einleitenden Worten unterstrich Landesbäuerin Schiffmann die beeindruckende Leistung der Bäuerinnen in den vergangenen 50 Jahren. In unzähligen ehrenamtlichen Stunden, mit Durchhaltevermögen, Kompetenz und höchstem Engagement, konnten zahlreiche Verbesserungen für die Bäuerinnen in Tirol erreicht werden. Im Selbstverständnis der Bäuerin, in der sozialen und rechtlichen Absicherung oder für die Lebensqualität der Bäuerinnen und ihrer Familien wurde Vieles verändert. „Jede betriebliche Entscheidung hat auch Auswirkungen auf die Familie. Für die Zukunft unserer Familienbetriebe mit dem Blick auf unsere Hofübernehmergeneration, wird neben der betrieblichen Perspektive die Lebensqualität entscheidend sein", so Schiffmann in ihrer Rede. Dazu gehört auch der harmonische Ausgleich von Arbeits- und Freizeit – gemäß dem Zitat anlässlich der Jubiläumsmesse: „Nur wer den gesunden Wechsel von Arbeit und Ausruhen kennt, der lebt harmonisch. Nur wer auch mal den Mut zum Nichtstun hat, der kann in Arbeit und Freizeit wirklich Ganzes leisten."
Die Bäuerinnen des Bezirkes Schwaz luden im Anschluss an die Heilige Messe zu Kaffee und Kuchen in die Klosterräumlichkeiten ein.
Landesbäuerin Resi Schiffmann konnte neben vielen Ehrengästen wie Landtagspräsident Herwig van Staa, Landeshauptmann-Stv. und Agrarlandesrat Anton Steixner, auch Präsident Josef Hechenberger und Kammerdirektor Richard Norz, die langjährige Landesbäuerin Kathi Horngacher sowie Maria Drewes, Leiterin der LK-Abteilung Hauswirtschaft im Gründungsjahr der Organisation, begrüßen. Zu den Gästen zählten aber vor allem die zahlreichen Orts-, Gebiets- und Bezirksbäuerinnen aus allen Teilen Tirols.

Die ARGE Heumilch Österreich präsentiert ein neues Kinderbuch, das dem Nachwuchs auf unterhaltsame und spielerische Weise die Besonderheiten von heimischer Heumilch näher bringt. Mit bunten Zeichnungen sowie kurzen und einfachen Texten wird in „Mmmh, so gut schmeckt Heumilch" die Geschichte der Heumilch auf spielerische Art und Weise erzählt.
Im Mittelpunkt der Handlung steht der kleine Georg, der mit seinen Eltern einen Ausflug auf die Alm macht. Dort trifft die Familie auf Bauer Hans und dessen Tochter Leonie – gemeinsam unternehmen die beiden Kinder einen spannenden Streifzug über den Heumilch-Bauernhof. Georg erfährt beispielsweise, dass sich Heumilchkühe ihr Futter auf den Wiesen und Weiden selbst aussuchen können. Außerdem verrät ihm seine Freundin Leonie, wie aus Gras auf traditionelle Art und Weise nahrhaftes und hochqualitatives Heu für den Winter wird.
„Für Kindergartenkinder und Leseanfänger wird in diesem mit viel Liebe gezeichneten Buch nachvollziehbar gezeigt, was hinter Heumilch steckt: von der artenreichen und natürlichen Fütterung im Jahreslauf bis zur Herstellung von hochwertigem Heu", erklärt Andreas Geisler von der ARGE Heumilch.
Das Kinderbuch mit dem Titel „Mmmh, so gut schmeckt Heumilch" kann bei der ARGE Heumilch kostenlos bestellt werden: unter office@heumilch.at bzw. über das Bestellformular auf der Homepage www.heumilch.at
Die ARGE Heumilch Österreich vereinigt mehr 8.000 Heumilch-Bauern und rund 60 Verarbeiter und ist die Nummer 1 bei der Erzeugung und Vermarktung von Heumilch. Bei der Heumilchwirtschaft handelt es sich um die ursprünglichste Form der Milcherzeugung: Die österreichischen Heumilch-Kühe ernähren sich im Sommer von Gräsern und Kräutern auf den heimischen Wiesen, Weiden und Almen, im Winter kommt Heu oder mineralstoffreicher Getreideschrot in den Trog. Gärfutter wie Silage ist strengstens verboten. Sämtliche Produkte werden kontrolliert gentechnikfrei hergestellt.

„Schule in der Gärtnerei" ist eine Aktion der Tiroler Gärtner und der Landwirtschaftskammer Tirol. Bereits im letzten Jahr war diese Aktion ein voller Erfolg. Das Projekt „Schule in der Gärtnerei" wurde 2011 als bestes Marketingprojekt im deutschsprachigen Gartenbauraum ausgezeichnet. Mit praktischen spielerischen Übungen erfahren die Schulkinder mehr über Produktion und Verwendungsmöglichkeiten von Pflanzen. Die Gärtnerei wird zum Klassenzimmer, die Pflanzen zu Lehrern.
„Der Gartenbau nimmt innerhalb der Tiroler Landwirtschaft einen hohen Stellenwert ein. Die innovativen Betriebe sind wichtige Arbeitgeber in der Region. In Tirol zählen wir 100 landwirtschaftliche Gartenbaubetriebe mit rund 1.000 Mitarbeitern. Wir sprechen hier von einem landwirtschaftlichen Produktionssektor, der maßgebliche Wirtschaftskraft aufweist", unterstreicht LK-Präsident Josef Hechenberger den Stellenwert des Tiroler Gartenbaus.
Im Spannungsfeld zwischen Produktinnovationen, vielfältigem, immerzu frischem Pflanzenangebot, hohen Beratungs- und Dienstleistungsgrad sowie steigenden Produktionskosten behaupten sich die Tiroler Gärtner hervorragend und geben Ihr Wissen gerne an die Kleinsten weiter.
Bei einem Rundgang durch die Gärtnerei mit praktischen und spielerischen Übungen erfahren die Schulkinder, wie vielseitig und modern die Produktion und Verwendungsmöglichkeiten von Pflanzen sind. Die Gärtnerei wird zum Klassenzimmer, die Pflanzen zu Lehrern. 34 Gärtnereien ermöglichen 3.000 Volksschülern tirolweit die Teilnahme an dieser einzigartigen unentgeltlichen Aktion.
„Ich bin sehr dankbar für diese Initiative. Die Kinder lernen in der Praxis und verinnerlichen das Gesehen", zeigt sich auch Landesschulinspektor Reinhold Wöll von der Aktion der Tiroler Gärtner begeistert.
In den Gärtnereien zeigen die Fachleute den Kindern, wie Pflanzen wachsen und was sie zum Leben brauchen. Viele Kinder beobachten die moderne Technik mit Staunen. Sie säen Samen aus, setzen Jungpflanzen, nehmen diese mit nach Hause und lernen so, wie wichtig die tägliche Pflege für die Pflanze ist. Auch für die Gärtner hat dieses Projekt einen besonderen Stellenwert.
„Von dieser Aktion profitieren sowohl unsere Gärtner als auch die Schüler und Lehrer. Die Kinder verlieren zunehmend den Bezug zur Produktion, und somit auch zu den Pflanzen. Wir haben erkannt, dass wir hier Handlungsbedarf haben. Wer könnte dieses Wissen besser transportieren, als jene, die tagtäglich damit befasst sind? Es freut mich daher sehr, dass mehr als 30 Betriebe ihr fachliches Wissen unentgeltlich an über 3.000 Schulkinder weitergeben", erläutert Peter Pfeifer, Obmann der Tiroler Gärtner, die Grundsätze des Projekts.
„Wir beschäftigen über 100 Lehrlinge, die einen vielfältigen und abwechslungsreichen Beruf erlernen. Wir würden uns freuen, einige Nachwuchsgärtner zu gewinnen", so Peter Pfeifer.
Neben der Produktion von Topfpflanzen, haben auch Kräuter- und Schnittblumenanbau eine große Bedeutung. Von Beruf Gärtner zu sein, ist sehr vielfältig, denn nicht nur die Produktion und Pflege sind Teil der Arbeit, sondern auch fundiertes Wissen für die Kundenberatung und das Eingehen auf die individuellen Kundenwünsche.
„Die Stärke unserer Gärtner liegt in der fachlichen Beratung. Um diese zu erlangen und am Markt bestehen zu können, braucht es eine solide Ausbildung und Fachkompetenz der Mitarbeiter, damit sich ein rundes Angebotspaket ergibt", so Wendelin Juen, LK-Fachbereichsleiter Spezialkulturen und Markt.
Blumen Hammerle, Untere Feldgasse 4, 6500 Landeck
Gärtnerei Lutz, Burgschrofenweg 4, 6522 Prutz
Gärtnerei Schlatter, Fischerstraße 56, 6500 Landeck
Gärtnerei Redolfi, Breitenwanger Straße 27, 6600 Reutte
Gärtnerei Bair, Langgasse 34, 6460 Imst
Gärtnerei Norz, Wiesrainstraße 21, 6430 Ötztal-Bahnhof
Gärtnerei Oppl, Industriezone 32, 6460 Imst
Bezirk Innsbruck/Innsbruck Land
Blumen Calovini, Völser Au 6, 6176 Völs
Blumenpark Seidemann, Michelfeld 7, 6176 Völs
Blumenwelt Hödnerhof, Voldererbrücke 11, 6060 Mils b. Hall
Botanischer Garten Innsbruck, Sternwartestraße 15, 6020 Innsbruck
Gärtnerei & Floristik Bernhart, Am Kreuzacker 6, 6420 Telfs
Gärtnerei Jäger, Bundesstraße 2, 6065 Thaur
Gärtnerei Jägerbauer, Dr.-Stumpf-Straße 115, 6020 Innsbruck
Gärtnerei Peer, Michelfeld 10, 6176 Völs
Gärtnerei Pfeifer, Weingartner Straße 59, 6020 Innsbruck
Gärtnerei Tauderer, Medrazer Straße 33, 6166 Fulpmes
Stadtgärtnerei Innsbruck, Trientlgasse 13, 6020 Innsbruck
Gärtnerei des Franzikanerklosters, Gilmstraße 1, 6130 Schwaz
Gärtnerei Kröll, Dornau 600/B, 6290 Mayrhofen
Gärtnerei Leo, Ried 6 a, 6130 Schwaz
Gärtnerei Reinold, An der Leiten 1, 6134 Vomp
Zillertaler Gartenzentrum Kerschdorfer, Wäscherweg 6, 6275 Stumm
Gärtnerei Wagermaier, Dorfstraße 107, 6364 Brixen i.Th.
Blumen Schießling, Innsbrucker Straße 11, 6230 Brixlegg
Blumenwelt Hödnerhof, Eichlwang 2, 6330 Kufstein
Gärtnerei Egger, Schönauerstraße 16, 6323 Bad Häring
Gärtnerei Walter Gwiggner, Brixenthaler Straße 26, 6300 Wörgl,
Gärtnerei Reißer, Unterkramsach 64, 6233 Kramsach
Gärtnerei Wagner, Nr. 193, 6232 Münster
Gärtnerei de Vlieger, Wald 10, 6306 Söll
Gartenbau Johann Strillinger, Eiberg 8, 6306 Söll
Gärtnerei Roland Seeber, Dr.-Hans-Liebherr-Straße 2, 9900 Lienz
Gartenzentrum Nussdorf, Bürgerau 12, 9900 Lienz

Stadt und Land traf sich beim Tiroler Bauernbundball am vergangenen Freitag im Congress Innsbruck. Aus allen Tiroler Landesteilen, den benachbarten Bundesländern und aus dem bayrischen Raum strömten die Besucher nach Innsbruck, um eine unvergessliche Nacht in Tracht zu erleben. Besonders erfreulich: Tausende junge Menschen sorgten in ihren Trachten, Dirndln und Lederhosen für einen stimmungsvollen Abend.
„Der Bauernbundball ist der Ball für das ganze Land. Ausgelassene, fröhliche Stimmung und vor allem so viel Jugend machen den Bauernbundball zu einem einzigartigen Erlebnis. So etwas gibt es in ganz Österreich nicht mehr", freuen sich Bauernbundobmann LH-Stv. Anton Steixner und Bauernbunddirektor Peter Raggl. Und das zurecht: Mit über 6.000 Besuchern ist der Bauernbundball einmal mehr der best besuchte Ball Westösterreichs.
Schon bei der traditionellen Eröffnung mit dem Auftanz durch 65 Paare der Jungbauernschaft/Landjugend des Bezirkes Reutte war die Dogana bis auf den letzten Platz gefüllt. Zehn Musikgruppen sorgten für Stimmung beim Traditionsereignis. Neben den vielen jungen Besucherinnen und Besuchern war der Bauernbundball auch heuer wieder ein Pflichttermin für zahlreiche Persönlichkeiten Politik, Landwirtschaft, Wirtschaft.

So ließen sich Landeshauptmann Günther Platter und Landesrätin Beate Palfrader den Ball nicht entgehen.
Mit auf das Tanzparkett wagte sich auch der Südtiroler EU-Abgeordnete Herbert Dorfmann, der eine rund 500 Mann (und Frau) starke Delegation aus seiner Heimat anführte.
Auch LAbg. Paula Eisenmann, Klubobmann LAbg. Josef Geisler, LAbg. Franz Berger und LAbg. Heiner Ginther tanzten bei Polka und Bairischen bis spät in die Nacht. Frisch aus Wien von den Verhandlungen zum Sparpaket langten NR Hermann Gahr und BR Georg Keuschnigg ein.
Mit Fruchtbarkeitsschlägen durch die Absamer Matschgerer wurden Josef Hechenberger, Präsident der Landwirtschaftskammer Tirol, Landesbäuerin Resi Schiffmann und die Vertreter der Jungbauernschaft/Landjugend, Landesobmann Andreas Embacher und Landesleiterin Kathrin Kaltenhauser bei der Mitternachtseinlage bedacht.

Der Valentinstag am 14. Februar gilt allgemein als Tag der Jugend, der Familie, der Liebenden und Tag des Blumenschenkens.
Die Katholische Kirche kennt drei Heilige mit dem Namen Valentin bzw. Valentinus, die alle den Märtyrertod starben. Am ehesten zurückzuführen ist der Brauch wohl auf den Bischof Valentin von Terni, der einer Sage zufolge Frauen mit Männern, die nicht heiraten durften, im 3. Jahrhundert nach Christus vermählt hat. Zusätzlich hat er den frisch vermählten Paaren Blumen aus dem Garten geschenkt.
Die Rose an sich führt immer wieder zu unterschiedlichen Interpretationen. Der vielfach zitierte Satz von Gertrude Stein „A rose is a rose is a rose" hat eigentlich gar nichts mit der Blume an sich zu tun. Und dennoch wird die Rose in vielen literarischen Werken als eine Besonderheit beschrieben. Es handelt sich um eine der ältesten in der Kulturgeschichte niedergeschriebenen Pflanzen. Vielleicht ist die Rose die einzige Blume, die von den Menschen über Jahrtausende hinweg gehegt und verehrt wurde. Gerade deswegen hat das Schenken der Rose einen nahezu symbolischen Charakter. Zum Valentinstag ist es Tradition, Blumen an unsere Mitmenschen zu verschenken, um Liebe und Wärme zum Ausdruck zu bringen. Insbesondere in der kalten Jahreszeit erwärmt ein schöner Rosen- oder Tulpenstrauß oder ein bunter Korb mit leuchtenden Frühlingspflanzen viele Herzen.
Das Wetter spricht noch nicht für Pflanzen aber vielerorts blüht es in den Tiroler Gewächshäusern bereits kräftig. Die Gärtner produzieren Tulpen, die selbst gelegt werden und sich dann über einige Wochen zu kräftigen Pflanzen entwickeln. Heimische Rosen können dank spezialisierter Gärtnereien schon jetzt in wunderschöne Sträuße verwandelt werden. Der Vorteil dieser heimischen Schnittblumen ist die lange Haltbarkeit aufgrund der kurzen Transportwege. Für Freunde der heimischen Frühlingspflanzen stehen bunte Frühlingskörbe mit Primeln, Narzissen und Bellis zur Verfügung.
Damit die Freude am Strauß jedoch lange anhält, sind wichtige Regeln einzuhalten. Das Wasser ist die Grundlage jeglichen pflanzlichen Lebens. Nach dem Kauf sollten Schnittblumen noch einmal angeschnitten werden. So kann der Wassertransport optimiert werden. Zur Förderung der Wasseraufnahme sollte lauwarmes Wasser verwendet werden. Blumen leiden häufig durch Wasserentzug, schwankende Temperaturen und lange Transportwege. Das mitgegebene Frischhaltemittel fördert die Blüte und verlängert die Blütenpracht. Ein Frischhaltemittel kann die Haltbarkeit der Blumen um mehrere Tage verlängern. Schöne Körbe mit Frühlingspflanzen sollten in kühlen Räumen präsentiert werden – so hält die Blütenpracht besonders lang.

Der 55. Innsbrucker Bezirksbäuerinnentag stand ganz unter dem Motto „Die Rolle der Frau im Wandel der Zeit". Zudem steht das Jahr 2012 ganz im Zeichen des 50- Jahr Jubiläums der Tiroler Bäuerinnenorganisation. Rund 600 Bäuerinnen und Ehrengäste waren der Einladung gefolgt und begannen, ganz traditionell, die Veranstaltung mit der heiligen Messe. Zelebriert wurde sie in diesem Jahr von Dekan August Ortner, die musikalische Gestaltung übernahm der Wipptaler Bäuerinnenchor unter der Leitung von Anni Aichner.
Bezirksbäuerin Maria Kranebitter begrüßte zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Landwirtschaft und bedankte sich für diese Art der Wertschätzung. Grußworte überbrachten unter anderem LK- Präsident Josef Hechenberger, LK-Vizepräsidentin Landesbäuerin Resi Schiffmann, Bezirkskammerobmann Thomas Schweigl, Bauernbunddirektor Peter Raggl, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und Landtagsabgeordnete Sonja Ledl-Rossmann.
Jedes Jahr wird der Innsbrucker Bezirksbäuerinnentag von einer anderen Region gestaltet. Heuer präsentierten sich die Bäuerinnen aus dem Gebiet Wipptal, unter der Federführung von Gebietsbäuerin Monika Riedl. Die schönsten Impressionen der Region wurden dem Publikum filmisch näher gebracht. Von imposanten Landschaftsaufnahmen, über Geschichte und Architektur, bis hin zu Tradition und Brauchtum, wurde die gesamte Vielfalt des Wipptals hervorgehoben.
Die Tiroler Bäuerinnenorganisation hat sich zum Ziel gesetzt, die vielerorts in Vergessenheit geratenen Werktagstrachten wieder populär zu machen. Als Trachtenexpertin präsentierte Christina Röck die Werktagstrachten aus den verschiedenen Regionen Tirols, ebenso wie die aktuellste Kreation des Tiroler Heimatwerks, das Tiroler Dirndl.
Die Tiroler Bäuerinnenorganisation feiert im Jahr 2012 ihr 50- Jähriges Bestehen. Dies war Anlass, um das Rollenbild Bäuerin früher und heute näher zu durchleuchten. Ein Film, „Gesunde Bäuerin" aus den 50er-Jahren und ein Interview zeigten deutlich, dass die Bäuerin damals wie heute eine tragende Rolle im Familienunternehmen Bauernhof spielte und spielt. Als Interviewpartner und Zeitzeugen stellten sich Kammerdirektor Richard Norz, Balbina Bacher - ehemalige Funktionärin und Bäuerin - und Barbara Knoflach - aktive Ortsfunktionärin und Bäuerin - den gezielten Fragen zum Rollenbild der Bäuerin. „Sei stolz darauf, Bäuerin zu sein", war eine der Botschaften, die sie den Bäuerinnen mit auf den Weg gaben.
Unter der Leitung von Hans Augustin, Kulturreferent der LK Tirol und Theaterregisseur Anders Linder haben Bäuerinnen aus den Bezirken Innsbruck und Schwaz ein Theaterstück zum Thema „Nachhaltigkeit" einstudiert. Ein Theaterstück von Bäuerinnen, das mit tiefgründigen Inhalten zum Nachdenken anregen sollte.

Die Werbung ist voll mit Lebensmitteln, die „extra für Kinder“ gemacht worden sind. Solche Produkte, speziell erzeugt für unsere Kleinsten, erwecken den Eindruck, besonders gesund und wichtig in dieser Lebensphase zu sein. Sie sollen im Zucker-, Fett- und Eiweißgehalt den Bedürfnissen der Kinder angepasst sein. Weit gefehlt – wie eine aktuelle Studie der deutschen Verbraucherzentrale belegt. Sehr zum Ärger der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend.
„Wir alle wissen, dass bei Werbung mit Emotionen und Eindrücken gearbeitet wird. Dagegen haben wir nichts einzuwenden. Aber bei unseren Kindern muss man vor allem bei Lebensmitteln bei der Wahrheit bleiben“, fordern die Landesleiterin der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend, Kathrin Kaltenhauser und Landesjungbauernobmann Andreas Embacher. Dass dem nicht so ist, beweist die Studie der deutschen Verbraucherzentrale. Die großen Lebensmittelkonzerne Europas haben Kinder als immer stärker umworbene Zielgruppe entdeckt. Lebensmittel werden dabei auf zwei Ebenen „kindergerecht“ konzipiert. Kathrin Kaltenhauser dazu: „Für die Kleinen zählt die Aufmachung, für die Eltern die spezielle Nährstoffanreicherung. Aber es gibt große Unterschiede zwischen dem, was Ernährungswissenschafter als gut und nötig befinden und dem, was die Hersteller den Eltern und Kindern vermitteln“. Als Beispiel nennt sie laut Studie einen Fruchtriegel, der als „ideal für den kleinen Hunger zwischendurch“ angepriesen wird. Mit knapp 100 kcal pro Riegel ist er eher ein volle Zwischenmahlzeit für Kleinkinder, die knapp zur Hälfte aus Zucker besteht. „Die Verbraucherzentrale empfiehlt normale, ausgewogene Ernährung bei Kindern. Zusatzstoffe wie Vitamine werden – weil oft überdosiert – teilweise sogar kritisch gesehen. Gänzlich falsch ist der Ansatz, natürliche Aromen durch künstliche ersetzen zu wollen“, ergänzt Jungbauernobmann Andreas Embacher.
Die beiden Jugendvertreter fordern eine dringende Verbesserung der Rahmenbedingungen bei Kennzeichnung, Vermarktung und Zusammensetzung von Kinderlebensmitteln. Embacher: „Es wird gesetzliche Regeln brauchen. Bisherige Selbstverpflichtungen der Branche haben nichts genutzt. Es geht doch hier um den Schutz der Kinder“. Vor allem eine altersgerechte Nährwertkennzeichnung, die die empfohlene Tageszufuhr beschreibt und in Altersgruppen gestaffelt ist, findet Andreas Embacher sinnvoll. „Nahrungsergänzungsmittel und Anreicherungen sind schwer zu kontrollieren und im täglichen Verbrauch unnötig“, unterstreicht Andreas Embacher. Diese Ernährungslügen sollen bei Kinderlebensmitteln gänzlich ausgeschlossen werden.
Die Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend will sich auch für eine verbesserte Ernährungsbildung in den Schulen einsetzen. „In den Hauptschulen und in der neuen Mittelschule gibt es das Fach ‚Ernährung’ noch. Das ist viel zu wenig. Wir müssen im Kindergarten beginnen und unserem Nachwuchs schon dort zeigen, dass frische und regionale Lebensmittel eigentlich am gesündesten sind. Dieses Wissen ist verloren gegangen“, meint Kathrin Kaltenhauser. Ein erster Weg könnte laut Jungbauernvertretern sein, die „gesunde Jause“ noch stärker in den Mittelpunkt zu stellen. „Das ist eine gute Initiative. Aber wenn eine Woche im Jahr dafür aufgewendet wird, ist das zu wenig. Was passiert die restlichen 51 Wochen?“, stellen Kathrin Kaltenhauser und Andreas Embacher die Frage.
Erschreckend ist für die Jungbauernschaft/Landjugend auch das Bild, wie sich manche Schulbuffets im Land präsentieren. „Wenn neben dem Automaten voll mit Zuckermix-Getränken die Milchpackung steht, dann ist das gesunde Lebensmittel eindeutig im Nachteil. Der scheinbar gesunde Riegel wird sich bei Schülerinnen und Schülern wahrscheinlich auch gegen den Salat durchsetzen“, so die Jungbauern. Sie sehen hier einen akuten Handlungsbedarf und fordern sogar ein Verbot von gewissen Produkten an Schulbuffets. „Wir wissen, dass der Schulmilchkonsum zurückgeht. Im Schuljahr 2009/2010 waren es in Tirol 277 Tonnen, 2010/2011 nur mehr rund 230 Tonnen. Das ist eine extrem schlechte Entwicklung. Schulbuffets gehören aufgewertet“, zeigen Kathrin Kaltenhauser und Andreas Embacher auf.